Ausbildung

Das Gesetz über den Beruf der Ergotherapeutin und des Ergotherapeuten vom 25.05.1976 sowie die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung vom 02.08.1999 schreiben Inhalt und Dauer der Ausbildung vor. Danach umfasst der theoretische Unterricht allgemeinbildende, medizinische, psychologische und pädagogische Inhalte, der praktische Unterricht vermittelt Kenntnisse und Fähigkeiten in handwerklichen und gestalterischen Techniken (z.B. Bearbeitung von Holz und Metallen, Arbeiten mit Ton, Leder, textilem Material, Rohr, Papier und Pappe, bildnerisches Gestalten), und die praktische Ausbildung in Abteilungen für Ergotherapie führt unter Anleitung zu einer ersten Anwendung des Gelernten in den späteren Einsatzbereichen. Der intensive Kontakt mit Patienten und anderen Angehörigen des therapeutischen Teams verlangt auch eine Bereitschaft zur Selbst- und Fremdeinschätzung des eigenen Sozial- und Kontaktverhaltens (z.B. aktive Auseinandersetzung mit Fragen wie: "Wie sehe ich mich selbst? Wie sehen mich andere? Wie gehe ich auf andere zu und ein?"), der eigenen Kritikfähigkeit (Wie gehe ich mit Kritik um? Wie gehe ich mit Ärger um?), der persönlichen Motivation zum Erlernen eines sozialen Berufs (Helferrolle). Deshalb enthällt der Unterricht auch Elemente, die die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit der eigenen Person fördern, wie Rollenspiele, Selbstbeobachtungen mit Hilfe von Videos, Reflexionen über Erlebtes im Umgang mit verschiedenen Materialien und Techniken, Selbsterfahrung und Supervision.

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